Kampf aller gegen alle: Unterschiedlichkeit und Konkurrenz als Stoff, aus dem der Kapitalismus ist
— Klassengesellschaft akut by Nicole Mayer-Ahuja (Page 39)
Das sagt so klar, worum es geht, damit die Privilegien einiger weniger erhalten bleiben.
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Kampf aller gegen alle: Unterschiedlichkeit und Konkurrenz als Stoff, aus dem der Kapitalismus ist
— Klassengesellschaft akut by Nicole Mayer-Ahuja (Page 39)
Das sagt so klar, worum es geht, damit die Privilegien einiger weniger erhalten bleiben.
Und wie so viele identitäre Ideologien schreiben auch Generationenmythen blind Schuld zu, auch in ihnen wirkt der untergründige Moralismus, der den politischen Streit und die Organisierung überall untergräbt.
— Selbst schuld! by Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty (Page 56)
Und genau hier liegt der Grund, warum ich mich mit diesen Generationenfetisch so gar nicht beschäftige und ich nicht weiß, welche Bezeichnungen für welche Generation gilt. Die Probleme, die wir als Gesellschaft haben, sind Generationsübergreifend. Es gibt junge Menschen, die auf das Klima scheißen und alte, die ihr ganzes Leben Umwelt- und Klimaschutz betrieben haben. So als Beispiel, davon könnte ich noch mehr aufzählen.
Während sich viele literarische Intellektuelle im letzten Jahrhundert also durch eine engagierte Kritik der Mächtigen ihren Platz in der Öffentlichkeit erschrieben, hat sich mit der Durchsetzung des Neoliberalismus eine angepasste Lifestyle-Publizistik etabliert, die Generationenlabels liebt.
— Selbst schuld! by Wolfgang M. Schmitt, Ann-Kristin Tlusty (Page 51)
Jaja, diese Generationenlabel, die eigentlich immer mehr Ablenkung sind, als dass diese irgendwas aussagen! Und wer ist Schuld? Die Literar*Innen, die nicht mehr über die Klassengesellschaft diskutieren. (Klar, ist jetzt überspitzt)

„Du bist selbst schuld an deinem Unglück!“ Ein Einspruch gegen das neoliberale Mantra und ein Manifest kritischen Denkens
Du …
@maxheadroom sowas entscheide ich ja dann immer spontan im Buchladen. Ich stöbere durch die Regale, bin mal da, dann wieder dort, um dann wieder zum anderen Regal zu gehen und irgendwann spricht mich dann ein Buch an, welches ich kaufen will. Das ist immer das Spannendste daran.
Letztendlich beschreibt Gray die Welt und die menschliche Existenz als tragisch und alle Bemühungen, sie objektiv zu verbessern, als naiv und zum Scheitern verurteilt, weil sie die wahre Natur des Menschen – gierig, kurzsichtig, grausam und dumm – willkürlich verkennt.
— Was auf dem Spiel steht by Philipp Blom (Page 126)
Ich bin ja tatsächlich kurz davor, dieser Aussage zuzustimmen. Ich beobachte die Welt, Frage mich, warum wir die nicht so gestalten können, damit jedes Lebewesen eine Chance auf ein gutes Leben hat und das wäre als Antwort wohl gar nicht so schlecht.
@energisch_@troet.cafe ist halt die philosophische Sicht darauf, warum wir wissen, dass wir was ändern müssen, es aber dennoch nicht tun und lieber wieder in den Faschismus abrutschen.
Das Lebensgefühl von Konsumenten drückt sich als brand identity aus. (Die Ironie dabei ist, dass nur wenige Menschen an Etymologie und Metaphern interessiert sind. Denn Vieh wird nicht gebrandmarkt, um individuelle Identität und Status auszudrücken, sondern um es als Besitz des Markeninhabers kenntlich zu machen. Im Tierreich sind nicht viele Rindviecher stolz auf ihren brand. Frei sind sie nur, wenn sie noch von keinem glühenden Eisen gesengt wurden.)
— Was auf dem Spiel steht by Philipp Blom (Page 81)
Ich will ja nicht sagen, dass das Böse ist, aber ist schon sehr Böse, sich selbst als ein gebrandmarkt es Rindvieh anzusehen und zu merken, dass mensch vielleicht gar nicht so frei ist, wie mensch sich fühlt.
Notiz
Erstens: Großer Reichtum schützte auch das mächtigste Land Europas nicht vor dem Niedergang, im Gegenteil. Der eigene Wohlstand blendete die spanische Elite und machte jeden Versuch der sozialen oder ökonomischen Transformation unmöglich, mit letztlich tragischen Konsequenzen.
— Was auf dem Spiel steht by Philipp Blom (Page 34)
Es gab also eine kleine Eiszeit, in der Spanien von einem reichen zu einem armen Land wurde, weil die Menschen dort Veränderungen ablehnten, da sie vom eigenen Wohlstand geblendet waren. Erinnert mich so ein wenig an Deutschland heute, wo jede Veränderung erbittert bekämpft wird, was den nächsten Generation wahrscheinlich Wohlstand kosten wird.
Wo ist die Zukunft hin? Wer hat sie vernichtet, in welches Loch hat sie sich verkrochen? Ist der Erhalt des Status quo das Beste, worauf wir hoffen können?
— Was auf dem Spiel steht by Philipp Blom (Page 14)
Die Zukunft? Die Frage ist wohl, um wessen Zukunft es überhaupt geht? Wessen Zukunft würde vernichtet?
@sternentau@don.linxx.net vielleicht ist ja das Buch das Mittel seiner Wahl, um der Gesellschaft ein Bein zu stellen.
Mir selbst ging es ja um das Thema zuhören, aber irgendwie kommt mir das noch zu selten vor, wobei er halt allen möglichen Menschen zuhört.